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23.07.2020

Pädagoge mit Leib und Seele sagt Adieu

Thomas Groß, Konrektor des Förderzentrums Rummelsberg, ist bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand mit dem goldenen Kronenkreuz der Diakonie ausgezeichnet worden.

Rummelsberg – Wenn die Schule vorbei ist, ist das ein Grund zum Feiern. Das gilt für viele Schüler/Schülerinnen und Lehrer/Lehrerinnen gleichermaßen. Thomas Groß (65) ist nun als 2. Konrektor des Förderzentrums Rummelsberg der Rummelsberger Diakonie im Kreise des Kollegiums feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Er war 24 Jahre lang für die Schule des Pädagogisch-Therapeutischen Intensivbereichs (PTI) verantwortlich, die zum Förderzentrum gehört. In der Einrichtung der Rummelsberger Diakonie leben 31 stark verhaltensauffällige Jungen im Alter zwischen elf und 15 Jahren. Die Kinder und Jugendlichen erhalten in der teilweise geschlossenen Einrichtung eine engmaschige intensive Betreuung. „Ich habe meine Arbeit immer mit Herzblut gemacht und mich für die Jungs im PTI engagiert“, sagte Groß. Die Leitung hat er bei der Verabschiedung mit einem symbolischen Schlüssel an seinen Nachfolger Werner Panten übergeben. Der 49-jährige unterrichtet seit 18 Jahren im offenen Bereich des Rummelsberger Förderzentrums. 140 Schüler/Schülerinnen mit Förderbedarf im sozialen und emotionalen Bereich besuchen die Schule der Rummelsberger Diakonie.

Thomas Groß hat in Bayreuth und Würzburg Sonderpädagogik studiert. Während seines Referendariats kam der gebürtige Kronacher 1982 nach Rummelsberg. Nach vier Jahren als Lehrer im offenen Bereich des Förderzentrums wechselte er 1986 in den PTI. Zehn Jahre später übernahm er die Verantwortung für die 24 Schüler, 8 Lehrer/Lehrerinnen und die heilpädagogischen Fachkräfte. „In unserer PTI-Schule werden vier Klassen mit je sechs Schülern von je einem Sonderschullehrer und einer heilpädagogischen Unterrichtshilfe unterrichtet“, erklärte Thomas Groß das sogenannte Team-Teaching. Das seien sehr gute Bedingungen. Er bedankte sich bei Thomas Bärthlein, Regionalleiter der Rummelsberger Jugendhilfe im Nürnberger Land, für die gute konzeptionelle Unterstützung der Schule.

„Beharrlich und kreativ sein, diese Eigenschaften brauchen Lehrer, um mit den Jugendlichen im PTI arbeiten zu können“, lobte Bärthlein und dankte Groß für seine jahrzehntelange Leistung. Er überreichte dem angehenden Ruheständler für seine Verdienste das goldene Kronenkreuz der Diakonie. Viel Lob und Anerkennung zollten dem scheidenden Kollegen auch Schulleiterin Christine Singer und das Lehrerkollegium. In einer sehr persönlich und herzlich gestalteten Abschiedsfeier würdigten sie den 65-Jährigen und wünschten ihm viel Spaß und Freude für den neuen Lebensabschnitt. „Für mich ist es der richtige Zeitpunkt zu gehen“, sagte Groß. Er sei fit und gesund und freue sich auf die freie Zeit, die er mit seiner Familie, Lesen und Motorradfahren füllen will. Ein Punkt ließ ihn aber auch bei seiner Verabschiedung noch nicht los: „Ich hoffe, dass der Unterricht im PTI wie schon länger geplant im Schuljahr 2021/22 in neuen Räumen stattfinden kann“, wünschte sich Groß.


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