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Frische Luft in Rummelsberg

Beim Tag der offenen Tür des Berufsbildungswerks Rummelsberg pflanzten die Berufsschülerinnen und -schüler einen Klimaschutzbaum.

Rummelsberg – Ein Baum absorbiert im Laufe seines Lebens eine Tonne Kohlenstoff. Für die Berufsschülerinnen und -schüler des Berufsbildungswerks (BBW) Rummelsberg ein guter Grund aufzuforsten. Deshalb pflanzten sie am Samstag, am Tag der offenen Tür des BBW, einen Klimaschutzbaum. „Der Baum wird wachsen, dabei CO2 speichern und helfen, unsere Luft ein kleines bisschen zu verbessern“, so die Auszubildende Laura Ritthaler, die das Projekt der Berufsschulklasse den Besucherinnen und Besuchern vorstellte.

Die Schülerin erzählte, dass sie im Ethikunterricht zum Thema Naturschutz über die Abholzung der Regenwälder, den steigenden Meeresspiegel, das Artensterben und über die zunehmende Luftverschmutzung diskutiert hätten. Und um nicht nur darüber zu reden, sondern selbst ein Zeichen zu setzen, beschlossen die Auszubildenden, einen Baum zum Schutz des Klimas zu pflanzen. Denn ein Baum speichert nicht nur CO2 – er bietet außerdem vielen Tieren Nahrung und Zuhause, schützt den Boden vor Erosion und produziert den nachwachsenden Rohstoff Holz.

Für Ritthaler und ihre Mitschüler gab es aber noch einen weiteren guten Grund: „Mit seinen unzähligen, einzigartigen Blättern steht er für eine lebendige und friedliche Gemeinschaft, die Lebensraum für unterschiedliche Lebensformen bietet, in dem jeder Einzelne seinen eigenen, ganz persönlichen Ort findet, an dem er sich frei entfalten kann.“ Damit repräsentiert der Baum für die Jugendlichen nicht nur ihren Beitrag zum Klimaschutz, sondern steht auch für das BBW Rummelsberg. Denn die Jugendhilfeeinrichtung der Rummelsberger Diakonie bietet eine breit gefächerte Palette an maßgeschneiderten beruflichen Bildungsangeboten für junge Menschen mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen.

Das nötige Fachwissen zum Thema fanden die Jugendlichen in der nahe gelegenen Rummelsberger Gärtnerei. Ulrich Beie, Leiter des Gärtnereibetriebs, und sein Team empfahlen den Schülern für die Pflanzaktion einen Ginko. Ein widerstandsfähiger Baum mit hoher Resistenz gegen Schädlingsbefall, der mehrere hundert Jahre alt werden kann. Die Pflanzenexperten aus Rummelsberg organisierten den Baum und sorgten für die fachgerechte Vorbereitung sowie Pflanzung am Tag der offenen Tür. Matthias Wagner, Leiter des Berufsbildungswerks, bedankte sich bei allen Klimaschutz-Akteuren und lobte diese außergewöhnliche Freiluftaktion: „Ich finde das prima!“, sagte er und versprach den Jugendlichen: „Wenn in den Ferien mal Not am Mann ist, komme ich gerne zum Gießen.“

von Stefanie Dörr

Pflanzten am Tag der offenen Tür des Berufsbildungswerks Rummelsberg einen Klimaschutzbaum: BBW-Leiter Matthias Wagner, Ethik-Lehrer Stephan Stadelbauer, die Auszubildenden Michael Kadzik und Laura Ritthaler (von links). Der gepflanzte Klimaschutzbaum ist ein Ginko.